Die neue Hauptorgel

 

Wie sieht die Orgel aus?   ‚

Mit der Hauptorgel wird der Innenraum der Wiblinger Basilika vollendet. Dazu wird sich das Instrument harmonisch in seine Umgebung einfügen; es wird in Form, Farbe, Größe und Material auf den Kirchenraum Bezug nehmen. Gleichzeitig wird die neue Orgel klar erkennen lassen, dass sie ein Kind unserer Zeit ist. Sie wird also keinen historisierenden – barocken – Prospekt erhalten.

Die Hauptorgel wird sich in den schon ursprünglich für sie vorgesehenen Platz zwischen den beiden äußeren Fenstern einfügen. Das Mittelfenster wird frei sichtbar bleiben. In der Höhe endet das Instrument an den vergoldeten Kapitellen. Alle Pfeifen der Orgel werden in einem einzigen großen Gehäuse stehen, es wird also kein Positiv in der Brüstung geben. Zentral vor dem Instrument wird sich der Spieltisch befinden, der Arbeitsplatz des Organisten.

 

Wie klingt die Orgel?   ‚

Die neue Hauptorgel wird ca. 40 Register umfassen, die sich auf drei Manualwerke und das Pedalwerk verteilen werden. Damit entspricht sie größenmäßig in etwa den Orgeln der anderen barocken Klosterkirchen in Süddeutschland. Auch klanglich wird sie sich an diesen orientieren. Vorbilder können insbesondere die berühmten Instrumente der Orgelbauer Johann Nepomuk Holzhey und Joseph Gabler sein. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass dem Organisten eine große Palette ganz unterschiedlich klingender, farbiger Grundstimmen zur Verfügung steht. Auch die Zungenstimmen bestechen durch ihre feinen Klangfarben und weniger durch bloße Lautstärke.

 

 Orgelmotor
Orgelmotor

Wie funktioniert die Orgel?   ‚

Die neue Hauptorgel wird aus über 2.000 Pfeifen bestehen, die in ca. 40 Register eingeteilt sind. In einem Register gibt es pro Taste in der Regel eine Pfeife. Alle Pfeifen eines Registers sind gleich gebaut und haben damit die gleiche Klangfarbe – sie sind nur eben unterschiedlich hoch. In der Orgel werden sie alle nebeneinander in einer Reihe aufgestellt; in der Reihe dahinter steht ein anderes Register. Jede Pfeife steht auf einem Loch, durch das die Luft eindringen kann. Direkt darunter befindet sich ein dünnes Brett, das ebenfalls mit Löchern versehen ist. Vom Orgelspieltisch kann es bewegt werden. Wenn der Registerzug nicht gezogen ist, liegen die Löcher nicht aufeinander, es kann keine Luft fließen und die Pfeifen des Registers klingen nicht. Wird der Registerzug gezogen, bewegt sich das dünne Brett so, dass beide Löcher übereinander liegen und die Luft in die Pfeife strömen kann.

Um zu klingen, braucht eine Orgel also viel Luft. Früher mussten die Ministranten dafür an Blasebälgen schwitzen. Heute bläst ein Motor die Luft in die Orgel. Einen großen Balg gibt es aber immer noch. Er sorgt dafür, dass der Luftdruck konstant bleibt.

 

Wenn Sie sich das alles nicht so recht vorstellen können, dann lassen Sie es sich doch von Armin Maiwald in der "Sendung mit der Maus" erklären …

 

 

Was kostet die Orgel?   ‚

Der Preis einer Orgel setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen. Den größten Posten bilden die Pfeifen. Aktuell muss man pro Register ca. 17.000 € veranschlagen. Dazu kommen die Kosten für die Windversorgung (Gebläse und Balg), die Mechanik, das Gehäuse und den Spieltisch.

Aus einer vorläufigen Schätzung ergibt sich somit für die neue Hauptorgel der Basilika Wiblingen ein Gesamtpreis von 850.000 €.

 

Wer baut die Orgel?   ‚

Zurzeit steht noch nicht fest, welcher Orgelbauer das neue Instrument errichten wird. Sobald ein finanzieller Grundstock geschaffen ist, wird Kirchenmusikdirektor Volker Linz, der Orgelsachverständige des Dekanats Ehingen-Ulm, den Orgelbauauftrag ausschreiben und qualitativ hochwertige Angebote renommierter Orgelbauer einholen. Wenn der Auftrag vergeben ist, werden Sie sich an dieser Stelle über die Orgelbauwerkstatt informieren können, die die neue Hauptorgel der Basilika Wiblingen bauen wird.